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Engadiner Talent schlägt norwegische Langlauflegende

 

Artikel von Muriel Anna Wolfisberg in der Engadiner Post vom 15.03.2018

 

 

Fabienne Alder aus Pontresina stand als Siegerin des Halbmarathons der Damen auf dem Podest

Seit Fabienne Alder laufen kann, betreibt sie Langlauf. Am letzten Sonntag nahm die junge Athletin am Engadin Halbmarathon teil und siegte mit wenigen Sekunden Vorsprung vor der Langlauflegende Anita Moen.

 

«Ich hätte nie damit gerechnet, dass ich den Lauf gewinnen werde», sagt Fabienne Alder, «ich konnte es kaum fassen, es ist ein unglaubliches Gefühl.» Am letzten Sonntag gewann die 15-Jährige aus Pontresina den Engadin Halbmarathon. Mit Jahrgang 2003 war sie unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine der Jüngsten. Fabienne Alder traf mit einigen Sekunden Vorsprung vor der norwegischen Langlauflegende Anita Moen im Ziel ein und sicherte sich somit den Sieg gleich bei ihrer ersten Teilnahme.

 

Langläuferin aus Leidenschaft

Zum ersten Mal auf den Langlaufskiern stand Fabienne Alder, als sie zwischen zwei und drei Jahre alt war. «Ich konnte kaum richtig laufen, als ich mit diesem Sport begann», sagt sie. Langlaufen wurde zu ihrem grössten Hobby, und sie lief bereits in der ersten Klasse ihr erstes Rennen. Seither bestreitet sie Langlaufwettkämpfe und ist Mitglied des Stützpunktes «Engadin Nordic». «Ich möchte auch die Leistungen zeigen können, für die ich trainiere», sagt sie. Jedoch gefalle ihr am Langlaufen auch,

dass man sich draussen in der Natur befinde. Momentan besucht sie die «Scoula Sportiva» in Champfèr, die sie in ihrer Sportkarriere zusätzlich unterstützt. Auch als Biathletin hat sie sich schon probiert, jedoch liegt der Fokus auf dem Langlauf.

In diesem Jahr durfte sie zum ersten Mal am Halbmarathon teilnehmen. «Ich hatte mir keine grossen Gedanken zum Verlauf des Rennens gemacht», sagt Alder, «ich habe einfach teilgenommen, weil es mir Spass macht und weil ich weitere Rennerfahrungen sammeln wollte.» Am Start habe sie jedoch einige Schwierigkeiten gehabt wegzukommen. Diese Zeit holte sie jedoch schnell wieder auf und traf mit einer Zeit von 56.09,9 ein. Nur knapp 16 Sekunden später folgte die 50-jährige Anita Moen mit einer Zeit von 56.25,7.

Die frühere norwegische Skilangläuferin gewann in ihrer Karriere zahlreiche Medaillen bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen. «Für mich ist es sehr cool, dass ich gegen eine Langlauflegende angetreten bin und tatsächlich schneller war», sagt Fabienne Alder. Dies gibt ihr auch eine gewisse Sicherheit, dass sich das viele Training lohnt.

 

Grosse Ziele für die Zukunft

Eine Woche vor dem Halbmarathon hat Fabienne Alder am Alpen-Cup in der italienischen Gemeinde Cogne teilgenommen. Dort erreichte sie in der Kategorie «Mädchen U16» den stolzen 5. Platz. «Ich bin sehr zufrieden mit dieser Saison», sagt Fabienne Alder, «ich habe Konkurrentinnen geschlagen, die ich sonst nie geschlagen habe. Es war definitiv eine der besten Saisons.» Das Helvetia-Nordic-Trophy-Rennen ist das letzte Rennen in dieser Saison, an dem die junge Läuferin noch teilnimmt. Aber auch über die nächsten Jahre möchte sie den Langlaufsport weiterverfolgen. «Mein grösstes Ziel ist es, einmal an Olympischen Spielen teilnehmen zu können», sagt sie. Aber auch der Beruf als Trainerin würde sie reizen.

Die 15-jährige Fabienne Alder (links) nimmt seit der ersten Klasse regelmässig an Langlaufwettkämpfen teil. Auch am Engadin Halbmarathon war sie am Start und ging sogleich als Siegerin hervor.

 

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